Game of Thrones – Die Klogeschichte vom kleinen König

Unser Sohn ist vor Kurzem zwei Jahre alt geworden und nun ist die Zeit für die nächste Lernetappe gekommen: Sauber werden.

Puh, solche Dinge bedenkt man irgendwie immer gar nicht, wenn man sich entscheidet, ein Kind „in die Welt zu setzen“.Meine Mutter erzählte mir immer wieder, dass ich schon mit anderthalb Jahren sauber war. Das lag aber wohl eher daran, dass in den Achtzigern noch mit Mullwindeln gewickelt wurde und ich, sowie sämtliche andere Kinder es sicherlich ziemlich eklig fanden das Gefühl zu haben in einem Bach zu stehen. So gesehen hatten unsere Eltern damals leichteres Spiel, denn wir sehnten uns wahrscheinlich regelrecht danach, diese durchnässten Dinger loszuwerden und uns „einfach“ auf die Toilette oder den Topf zu setzten.
Aber heutzutage?

Die Firmen werben mit 12-Stunden-Trockenschutz, doppelten Sicherheitsbändchen, damit auch nichts auslaufen kann und dünnsten Einlagen. Umweltfreundlich ist das Ganze zwar nicht, aber dennoch so schön praktisch! Unser Sohn ist zudem noch ein ganz besonderes Exemplar. Wenn er morgens aufsteht und sich sein gesamter Wasserhaushalt in der Windel befindet, stört ihn das kein bisschen. Am liebsten würde er dann noch bis zum Vormittag in der Windel und im Schlafanzug herumturnen, ganz egal, dass diese schon gefühlt mehrere Kilo wiegt. Besorgniserregend oder einfach typisch Junge und pragmatisch veranlagt? Nach dem Motto: Ich bin doch angezogen, wieso jetzt alles wechseln?

Topf?! Also bitte…

Einige Monate vor seinem zweiten Geburtstag haben wir ihm einen Topf gekauft, ihn immer wieder darauf gesetzt (einfach mal zum Probesitzen) und ihm erzählt, wie toll doch so ein Topf ist. Mein Mann Markus geriet in wahre Euphorie, als er ihm erklärte wie unfassbar großartig es ist, das stille Örtchen aufzusuchen. Es fielen Sätze wie „Du kannst in aller Ruhe Nachrichten lesen oder anschauen“, „Das, was da in den Topf fällt, ist wahre Erleichterung und Qualitätszeit für den Mann!“ „Das ist der mit Abstand schönste Ort, den es gibt!“ und „Das Büro für echte Männer!“

Unser Sohn verstand natürlich kein Wort, sagte aber trotzdem in selbiger Euphorie „Jaaaa!“
Mittlerweile hat er zwar rausbekommen, dass er Windel und Hose runterziehen muss, um sich dann auf den Topf zu setzen und ist auch sehr stolz- genau wie wir. Trotzdem gibt es noch folgende Unstimmigkeiten:

Zum einen kann unser Sohn es nicht erwarten in den Topf zu sehen. Er bleibt also ungefähr 15 Sekunden sitzen, steht auf und schaut, ob was im Topf ist. Total niedlich zu beobachten, aber leider nicht Sinn der Sache. Zum anderen mag er es nicht, wenn jemand in der Nähe ist und er sich beobachtet fühlt. Verständlicherweise. Wer mag das schon?

Hm…. irgendwann wird das schon, dachte ich mir. Schließlich ist der Topf schon mal interessant geworden, was viel wert ist und weder drängen, noch zwingen führt zum Erfolg.

Wir machten uns also nicht weiter verrückt und beschlossen, einfach weiterhin abzuwarten.

Zustand Heute:

Vor ein paar Tagen haben Markus und ich im Lager etliche Artikel verpackt, die ganz neu im Sortiment sind: Toilettensitze in so ziemlich jeder Variation, Farbe und Technik.

Darunter auch der „Family Plus“- WC-Sitz. Während wir in trauter Zweisamkeit (es war Samstag und es bleibt in der Hauptsaison einfach zuviel liegen) packten, sagte Markus zu mir: „Mensch, das wäre doch auch was für uns. Da kann der kleine König gleich lernen, aufs große Klo zu gehen und hat seinen eigenen Thron.“ Gesagt, getan. Markus baute noch am selben Abend den Sitz ein und unser Sohn sah fasziniert dabei zu. Nur gut, dass Kinder so unheimlich neugierig sind. Das nutzten wir natürlich gleich mal aus, als unser kleiner Mann nichtsahnend, aber mit voller Freude „Juhuuuu“ rief, als der Sitz bereit war. Er setzte sich tatsächlich gleich auf seinen „Thron“ und grinste wie der neue „Pullerkönig“.

Zugegeben- auch hier saß er nur einige Sekunden, aber immerhin- es ist ein Anfang. Ich kann nur sagen: Sehr empfehlenswert dieser Family-Sitz!

 

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