Von Sportprogrammen und übel riechenden Nachbarn

#Teil I

Okay. Ich habe das eigentlich noch niemanden erzählt. Nur Markus weiß davon und grinst mich jedes Mal „aus“. Genau. Er lacht mich nicht aus, sondern grinst nur. Sie verstehen jetzt natürlich kein Wort.

Also es ist so: Seit ich die 30 erreicht habe, löst sich in gewisser Weise mein Körper an manchen Stellen auf. Zumindest sehe ich das so. Ich musste mir bisher nie Gedanken um meine Figur machen und wenn ich Gespräche von Frauen mitbekam, in denen wild und stundenlang über Pölsterchen, Cellulitis, oder die neuesten Anti Age-Cremes diskutiert wurde, wendete ich mich währenddessen irgendwelchen Tagträumen zu. Dummerweise hab ich es aber auch nie geschätzt, dass ich all diese Probleme nicht habe. Ich war halt einfach so. Völlig unbelastet. Und auf einmal BUMM!

Ich war ganz und gar nicht unbelastet

Da fand ich plötzlich irgendwelche kleinen Besenreiser am Oberschenkel. Das ging ja noch. Aber seitdem mein Körper neun Monate ein Baby mittragen musste, rächt er sich nun scheinbar doch. Und irgendwann, nachdem mein Kind einige Monate alt war, bin ich frühs aufgestanden und mein Spiegelbild traf mich wie ein Schlag! Ich bin gealtert!

An diesem Morgen dachte ich noch, es lag an der Nacht. Zu wenig Schlaf. Doch seitdem ist es nicht besser geworden. Hilfe!! Also bin nun auch ich seit einiger Zeit gezwungen, gewisse Dinge in Kauf zu nehmen und um weitere Schäden zu vermeiden, muss ich etwas tun.

Ich verbringe mittlerweile mehrmals wöchentlich Zeit damit mich durch Google zu kämpfen, auf der Suche wie ich sämtliche Dinge verlangsamen oder aufhalten kann. Dieser besagte Morgen war wirklich ein Schlag!

Ein Sportprogramm muss her

Ich fing also an, Sport zu treiben. Mittlerweile haben sich auch ein paar Sportfavoriten herauskristallisiert:

Sit ups: Erträglich – (sollte ich nur öfters als einmal pro Woche machen)

Hanteltraining für Rücken und Arme: – kein Problem.

Kniebeuge: – Geht gar nicht!

Hm…., ich musste eine Alternative für diese Kniebeugen finden, was mir nicht das Gefühl gab, das Sport wirklich an Mord grenzt. Ich kam also auf die glorreiche Idee: Treppen steigen. Wir leben schließlich in einem Hochhaus mit 18 Treppen á 7 Stufen. Und deswegen grinst Markus mich aus. Weil ich mehrmals pro Woche Treppen steige. Ein bisschen was bringt das schon und das freut mich immer wieder. Ich darf bloß nicht daran denken, wie oft ich durch die Spione der Wohnungstüren beobachtet werden könnte. Ich laufe schon extra mit Socken, damit mich niemand hört und mich durch den Spion ausspioniert vor lauter Neugier, wer sich da im Treppenhaus aufhält.

Jedenfalls komme ich bei meinen Marathon-Treppenläufen immer im sechsten Stock vorbei. Und ich sage Ihnen: Bäh!

Warum Bäh? Wie Sie dem Titel schon entnommen haben, handelt es sich um einen unserer Nachbarn. Um was genau, erfahren Sie im zweiten Teil.

Posted in Sanitär.

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